Arminia Bielefeld-Trainer Mitch Kniat sah nach dem Remis gegen Bochum die Rote Karte. Der Grund war eine heftige Kritik am Schiedsrichter. Kniat hatte sich darüber echauffiert, dass Referee Tobias Stieler das Spiel in einer aussichtsreichen Angriffssituation der Arminia beendete. "Ich finde es geisteskrank, dass die letzte Aktion abgepfiffen wird", soll Kniat gesagt haben – und flog daraufhin vom Platz. Später zeigte er sich einsichtig: "Ich darf das definitiv nicht sagen, das ist mein Fehler und tut mir brutal leid." Sportlich verpasste Bielefeld einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf. Vor heimischer Kulisse auf der traditionsreichen "Alm" gingen die Gastgeber durch einen Foulelfmeter von Joel Grodowski in Führung (27.), konnten den Vorsprung jedoch nicht über die Zeit bringen. In der 79. Minute gelang Moritz-Broni Kwarteng der Ausgleich für Bochum. Für zusätzlichen Ärger sorgte eine weitere strittige Szene: In der 52. Minute blieb ein möglicher zweiter Elfmeter für Bielefeld trotz VAR-Überprüfung aus. TV-Bilder zeigten einen Kontakt am Fuß von Monju Momuluh, doch Stieler entschied anders. Kniat übte auch daran deutliche Kritik: "Was wir hier in Deutschland mit dem Videoassistenten machen, ist einfach schlecht." Die Konsequenzen für den Trainer sind spürbar: Beim wichtigen Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern wird Kniat gesperrt fehlen. "Das trifft mich brutal hart", sagte er selbstkritisch – und ärgerte sich nicht nur über die Entscheidung, sondern auch über sein eigenes Verhalten. So bleibt unter dem Strich ein Punkt, der im Abstiegskampf zu wenig ist – und ein Trainer, der sich gleich doppelt ärgert. Für Bielefeld geht es noch zum 1. FC Kaiserslautern und gegen Hertha BSC.